{"id":155,"date":"2014-04-11T15:35:36","date_gmt":"2014-04-11T15:35:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ironband.dev\/?p=1"},"modified":"2019-10-22T19:47:41","modified_gmt":"2019-10-22T17:47:41","slug":"wolfgang-porsche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wolfgang-porsche\/","title":{"rendered":"Wolfgang Porsche"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>&#8220;Ein wenig sch\u00fcchtern blickt der Junge hinter dem Steuer des Wagens aus dem Seitenfenster. Ein zaghaftes L\u00e4cheln auf den Lippen, die blonden Haare streng gescheitelt, der Blick in die Kamera ein wenig unsicher. Der 14-j\u00e4hrige Wolfgang Porsche ragt gerade so \u00fcber das Lenkrad des 356 A Coup\u00e9, der 1957 einen Meilenstein in der bisherigen Firmengeschichte darstellt. Ein Augen- blick im Rampenlicht, das der zur\u00fcckhaltende Enkel des legend\u00e4ren Automobilkonstrukteurs eigentlich scheut. Beinahe scheint es, als begreife der Junge just in diesem Augenblick, welch gro\u00dfe Verantwortung einmal auf seinen Schultern lasten wird. Der Name Porsche, f\u00fcr Millionen Verhei\u00dfung und Versprechen, f\u00fcr ein Kind auch lebenslange Verpflichtung.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahrzehnte sp\u00e4ter wird der j\u00fcngste Sohn von Ferry Porsche mit tr\u00e4nenerstickter Stimme diejenigen Worte sagen, die ihn erstmalig ins Bewusstsein der breiten \u00d6ffentlichkeit holen und ihm fortan f\u00fcr immer anhaften: \u00bbDer Mythos Porsche lebt und wird nie untergehen.\u00ab Im vielleicht schwierigsten Moment seiner Karriere bittet Wolfgang Porsche die Belegschaft angesichts der \u00dcbernahmeschlacht um VW um Vertrauen. Die rund 5.000 Mitarbeiter, die an diesem Nachmittag im Juli 2009 im Zuffenhausener Fabrikhof im Regen stehen, zittern einer ungewissen Zukunft entgegen. Doch in der bis dahin gr\u00f6\u00dften Krise des Sportwagenherstellers zeigt sich die St\u00e4rke des Miteigent\u00fcmers. Wolfgang Porsche \u2013 genannt WoPo \u2013 ist nicht nur Manager, sondern Mensch. Er sagt, Porsche, das ist nicht nur meine Familie, sondern auch jeder Einzelne von euch. Und er lebt es vor. Nicht nur im Werk, sondern auch an der Rennstrecke. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans steht er als \u00fcber 70-J\u00e4hriger selbst mitten in der Nacht noch in der Box und fiebert mit seinem Team. Es ist auch Wolfgang Porsche, der \u2013 nur wenige Minuten nachdem Toyota 2016 seinen ersehnten ersten Sieg an der Sarthe verzweifelt an Porsche abgeben muss \u2013 zuerst in das Zelt des japanischen Konkurrenten l\u00e4uft. \u00bbPorsche\u00ab, sagt er sichtlich bewegt, \u00bbPorsche ist Erster, aber Toyota war das beste Team.\u00ab Wenn man dem m\u00e4chtigen Aufsichtsratsvorsitzenden in solchen Momenten zuh\u00f6rt, dann klingt in seinem schw\u00e4bischen Zungenschlag immer noch der Hall des gro\u00dfv\u00e4terlichen Schlaghammers mit. Vielleicht ist es sein Verdienst, dass die Firma Porsche trotz \u00dcbernahme durch den Volkswagen-Konzern nie an Seele verloren hat.&#8221;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p>Auszug aus einem Beitrag f\u00fcr Porsche Klassik, Ausgabe 13, 02\/2018, Delius Klasing Verlag<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Ein wenig sch\u00fcchtern blickt der Junge hinter dem Steuer des Wagens aus dem Seitenfenster. Ein zaghaftes L\u00e4cheln auf den Lippen, die blonden Haare streng gescheitelt, der Blick in die Kamera ein wenig unsicher. Der 14-j\u00e4hrige Wolfgang Porsche ragt gerade so \u00fcber das Lenkrad des 356 A Coup\u00e9, der 1957 einen Meilenstein in der bisherigen Firmengeschichte darstellt. Ein Augen- blick im Rampenlicht, das der zur\u00fcckhaltende Enkel des legend\u00e4ren Automobilkonstrukteurs eigentlich scheut. Beinahe scheint es, als begreife der Junge just in diesem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5283,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-155","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-editorial"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"aioseo_notices":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=155"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5284,"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155\/revisions\/5284"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lena-siep.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}